Die wichtigsten japanischen Reissorten und wie man sie auswählt

Les principales variétés de riz japonais et comment les choisir

Japanischer Reis existiert in zahlreichen Sorten, die sich in Textur, Geschmack und kulinarischer Verwendung unterscheiden. Einige gelten als echte Klassiker, andere werden wegen ihrer Vielseitigkeit oder ihrer guten Struktur im abgekühlten Zustand geschätzt. Im Folgenden finden Sie die wichtigsten in Japan verwendeten Reissorten und Hinweise zur Auswahl je nach Verwendungszweck.

Dieser Artikel ist Teil unseres Dossiers über japanischen Reis. Einen Überblick über die verschiedenen Reissorten und ihre Verwendung finden Sie in unserem umfassenden Leitfaden.

Die wichtigsten japanischen Reissorten

Koshihikari (コシヒカリ)

  • Textur: sehr weich und elastisch, stark klebende Körner
  • Geschmack: leicht süßlich, voll und rund
  • Verwendung: Reisschalen, traditionelle japanische Gerichte, Sushi
  • Hinweis: aufgrund seiner starken Klebrigkeit weniger geeignet für gebratene oder stark essigbetonte Gerichte

Akitakomachi (あきたこまち)

  • Textur: ausgewogen, geschmeidig mit guter Standfestigkeit
  • Geschmack: mild und klar
  • Verwendung: Onigiri, Bento, täglicher Gebrauch
  • Hinweis: behält auch im abgekühlten Zustand eine sehr gute Textur

Hitomebore (ひとめぼれ)

  • Textur: weich, mäßig klebrig
  • Geschmack: dezent und ausgewogen
  • Verwendung: Onigiri, Sushi für den Hausgebrauch, Reis für den Alltag
  • Hinweis: weniger ausdrucksstark als Koshihikari, dafür sehr vielseitig

Nanatsuboshi (ななつぼし)

  • Textur: weniger klebrig, klar definierte Körner
  • Geschmack: neutral und sauber
  • Verwendung: Bento, Lunchboxen, Sushi
  • Hinweis: sehr gute Struktur im abgekühlten Zustand, besonders beliebt in Hokkaidō

Hinohikari (ヒノヒカリ)

  • Textur: leicht, mit gutem Gleichgewicht zwischen Festigkeit und Elastizität
  • Geschmack: zurückhaltend
  • Verwendung: warme Alltagsgerichte
  • Hinweis: geschätzt für seine gleichmäßigen Kochergebnisse und einfache Handhabung

Haenuki (はえぬき)

  • Textur: fest, wenig klebrig
  • Geschmack: dezent
  • Verwendung: Bento, kalt oder lauwarm servierte Gerichte
  • Hinweis: sehr stabil beim Kochen

Masshigura (まっしぐら)

  • Textur: gut getrennte Körner, wenig klebrig
  • Geschmack: neutral
  • Verwendung: einfache Zubereitungen, saubere Präsentation
  • Hinweis: geschätzt für sein gleichmäßiges Erscheinungsbild nach dem Garen

Kinuhikari (キヌヒカリ)

  • Textur: leichter und weniger klebrig
  • Geschmack: fein und ausgewogen
  • Verwendung: Sushi, japanische Currys, essigbetonte Gerichte
  • Hinweis: gute Alternative zu Koshihikari, wenn mehr Standfestigkeit gewünscht ist

Welche Reissorte je nach Verwendung wählen?

Sorte Sushi Onigiri Bento / kalt Warme Gerichte
Koshihikari ausgezeichnet sehr gut ausreichend gut
Akitakomachi gut ausgezeichnet ausgezeichnet gut
Hitomebore ausreichend sehr gut gut ausgezeichnet
Nanatsuboshi sehr gut gut ausgezeichnet gut
Hinohikari gut gut ausreichend ausgezeichnet
Haenuki ausreichend gut sehr gut gut
Masshigura ausreichend ausreichend gut gut
Kinuhikari sehr gut gut ausreichend gut

Japanische Reissorten und Regionen

Einige Reissorten sind historisch eng mit bestimmten Regionen verbunden, abhängig von Klima und Anbaubedingungen.

  • Niigata ist bekannt für seinen Koshihikari, der oft als nationale Referenz gilt.
  • Akita ist die Herkunftsregion des Akitakomachi, geschätzt für seine gleichmäßige Qualität.
  • Hokkaidō ist bekannt für Nanatsuboshi, der gut an ein kühleres Klima angepasst ist.
  • Yamagata produziert unter anderem Haenuki, der für seine Kochstabilität bekannt ist.

Diese regionalen Zusammenhänge tragen zur Vielfalt und zum Reichtum des japanischen Reises bei.

Häufige Fragen zu japanischen Reissorten

Was versteht man unter einer japanischen Reissorte?

Eine japanische Reissorte ist eine spezifische landwirtschaftliche Züchtung, die aufgrund ihrer Textur, ihres Geschmacks und ihrer Beständigkeit ausgewählt wurde. Bei gleicher Sorte bleibt die Kochmethode ähnlich, das Mundgefühl kann jedoch deutlich variieren.

Welche ist die beste japanische Reissorte?

Es gibt keine universell beste Reissorte. Koshihikari wird häufig als Referenz genannt, andere Sorten können jedoch je nach Verwendungszweck besser geeignet sein.

Ist Koshihikari immer die beste Wahl?

Koshihikari wird wegen seiner Fülle und Weichheit geschätzt, seine starke Klebrigkeit ist jedoch nicht für alle Zubereitungen ideal. Für bestimmte Anwendungen kann eine weniger klebrige Sorte besser geeignet sein.

Welche Reissorte behält ihre Struktur am besten im abgekühlten Zustand?

Akitakomachi und Nanatsuboshi sind bekannt für ihre gute Struktur im abgekühlten Zustand und eignen sich daher besonders gut für Bento und Lunchboxen.

Kann man eine Reissorte durch eine andere ersetzen?

Ja, in den meisten Fällen ist das möglich. Japanische Reissorten sind sich relativ ähnlich. Ein Austausch führt vor allem zu Unterschieden in Textur und Mundgefühl, weniger zu grundlegenden Geschmacksänderungen.